Das Thema "Schädlingsbekämpfung in Museen" hat in den letzten Jahren in der Diskussion um die Erhaltung und Pflege von hoch geschätzten Kulturgütern wie Handschriften, Erstdrucke, Bücher bzw. Archivalien, eine wichtige Rolle gespielt.
Mit Hilfe naturwissenschaftlicher Untersuchungs- und Analyseverfahren kann eine genau differenzierte Betrachtung der Befallsituation und der schädigenden Faktoren ermöglicht werden.
Tierische Schädlinge
wie zum Beispiel Insekten, sind relativ leicht zu bestimmen und gelten
in ihrer Bekämpfung als verhältnismäßig unproblematisch.
Pflanzliche Schädlinge wie Schimmel und Bakterien, gestalten sich in ihrer Früherkennung, Analyse und Bekämpfung als äußerst aufwendig. Sie ernähren sich nur von organisch gebundenem Kohlenstoff aus abgestorbenen Substanzen wie Papier, Holz, Textilien oder Leder.
Die Stadtbibliothek Trier besitzt 380.000 Bände, darunter mehr als 2500 Handschriften seit dem 8. Jahrhundert, 2500 Inkunabeln (Drucke von Gutenberg bis 1500) und insgesamt 95.000 Druckschriften bis 1850. Durch ungünstige äußere Einflüsse (Klima, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Lagerung etc.) der letzten Jahrhunderte war eine gewisse Schädigung dieser wertvollen Schriftstücke nicht zu vermeiden. Im heißen Sommer 1995 hat sich der Pilzbefall in den Magazinen sprunghaft vermehrt. .
Es fanden drei Expertengespräche über die zu wählende Methode der Buchsanierung unter wissenschaftlichen Aspekten in Trier statt.